2. Sonntag nach Pas'cha: Thomas-Sonntag
Mainz, 07. Mai 2016

Tropar, 7. Ton
Obgleich das Grab versiegelt war, gingest du hervor aus der Gruft, Christus, Gott unser Leben; obgleich die Türen fest verriegelt waren, kamst du herein zu den Jüngern, du, die Auferstehung aller. Durch sie erneuerst du den rechten Geist in uns nach deinem großen Erbarmen.

 

22. FOCS-Gespräch
Mainz, 01. Mai 2016

Das 22. FOCS-Gespräch findet am 05. Juni statt unter der Fragestellung "Konziliare Kirche: Wie tickt die Orthodoxie?". Gesprächspartner sind Erzpriester Johannes Nothhaas aus Mainz und Priester Vladimir Bayanov aus Würzburg.

Für weitere Informationen und die Anmeldung öffnen Sie die Flyer:

 

Die lichte Woche der Erneuerung
Mainz, 30. April 2016

Diese Woche heißt "lichte Woche" wegen des Lichtes, das mit der Auferstehung unseres Herrn in die Finsternis der in Sündendunkel und Todesschatten gehüllten Menschheit hereinbricht.

Sie heißt Woche der Erneuerung, weil in der Auferstehung Christi der Mensch und das Weltall neu ihrer Bestimmung entgegenwachsen. Die Auferstehung des Erstlings des Menschengeschlechts vollendet sich in den durch die Taufe Erleuchteten und Wiedergeborenen. Diese trugen die ganze Woche hindurch die lichten Taufkleider. Diese Sitte reicht bis in unsere Tage, wo vielerorts besonders Frauen und Mädchen in der österlichen Woche helle, weiße Kleider tragen. Die Feier des österlichen Mysterium soll unser Leben in Christus erneuern und vollenden bis zum Tag des Herrn, der keinen Abend kennt, des Herrn, dessen Reiches kein Ende sein wird, dessen ewiges Leben des Erwählten Gottes in überreichem Maß geschenkt wird.
Während dieser Woche bleiben die Türen der Ikonostase geöffnet. Während der ganzen Osterzeit wird nicht gekniet und nicht gefastet, noch Abstinenz gehalten. Es werden die Gräber geschmückt, und das Gebet für Entschlafene wird an diesen Gräbern gehalten.
An jedem Tag dieser Woche wird die Göttliche Liturgie gefeiert wie am Ostertag: Jedesmal, wenn der Priester weihräuchert, hält er in der linken Hand die dreiflammige, blumengeschmückte Kerze.

Pas'cha - Die lichte Auferstehung
Mainz, 30. April 2016

"Christus ist erstanden von den Toten, er hat den Tod durch den Tod zertreten und denen in den Gräbern das Leben geschenkt!"

Die Zeit von der Osternacht bis zum Vorabend von Himmelfahrt Christi trägt österlichen Charakter. Sie gibt den Gläubigen Gelegenheit, immer tiefer einzudringen in das Mysterium der Auferstehung des Herrn. In der Liturgie werden Antiphone und Troparien von Ostern  gesungen. Es wird in dieser Zeit nicht gekniet und es werden weder große noch kleine Metanien gemacht.
Die Gebetszeiten beginnen mit dem dreimal gesungenen Ostertropar.

Die Gläubigen begrüßen sich mit dem Ostergruß.

Die Osterzeit im engeren Sinne des Wortes umfasst die acht Tage vom Ostersonntag bis zum Sonntag des Anti-Pas’cha (Thomassonntag) und schließt die Lichte Woche der Erneuerung ein. In dieser Zeit bleiben die Türen der Ikonostase geöffnet und die Vorhänge zurückgezogen. Anstelle der kleinen Horen (Stundengebet) wird das Österliche Stundengebet gehalten.
„Pas‘cha“ heißt „Übergang“ vom Tod zum Leben, von der Finsternis zum Licht. Dieser Übergang geschieht mit der Auferstehung unseres Herrn und Erlösers für alle, die an ihn glauben und durch die Taufe mit ihm ein Leib sind. Im Orthros des Ersten Sonntags nach Ostern, des Ostersonntages, erfolgt die erste öffentliche Verkündigung der Auferstehung des Herrn.

Hoher und Heiliger Samstag
Mainz, 28. April 2016

Am Heiligen und Hohen Samstag wird das Grabtuch Christi in einer Prozession um die Kirche getragen und schließlich auf den Altar gelegt.

Die Texte des Festes weisen schon vorsichtig hin auf die Auferstehung Christi. In der Vesper mit Basiliusliturgie wird der Niederstieg Christi in den Hades und sein Sieg über das Totenreich besungen und gefeiert. Während 15 alttestamentlichen Lesungen wurden in der frühen Kirche die Taufen vollzogen. Kurz vor dem Evangelium wird der Psalm 81 statt des Alleluias gesungen mit dem Kehrvers: „Steh auf, o Gott, richte die Erde! Denn dein Eigentum sind die Völker alle.“
Während dieser Verse werden in der Kirche die violetten Gewänder gegen weiße getauscht. Die Vernichtung des Hades und die Auferstehung Christi werden nun auch in den weißen und goldenen Farben der zum Ausdruck gebracht.

Hoher und Heiliger Freitag
Mainz, 28. April 2016

Am Heiligen und Hohen Rüsttag vollenden wir das heilige und heilbringende und entsetzliche Leiden unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus, das er um unseretwillen freiwillig auf sich nahm: das Anspeien, die Stockschläge, die Misshandlungen, die Beleidigungen, den Spott, den Purpurmantel, das Rohr, den Schwamm, den Essig, die Nägel, den Speer und vor allem das Kreuz und den Tod. Das alles geschah am Rüsttag, aber auch die Heilszusage am Kreuz an den einsichtigen Räuber, der mit ihm gekreuzigt wurde. (Synaxarion des Tages)

Hoher und Heiliger Donnerstag
Mainz, 28. April 2016

Am Heiligen und Hohen Donnerstag (Gründonnerstag) wird die Vesper mit der Basilius-Liturgie gefeiert. Die Texte besingen das letzte Abendmahl und die Fußwaschung, wobei sie auch immer wieder den Verrat des Judas thematisieren, wie es das Synaxarion schreibt: "Am Heiligen und Hohen Donnerstag überlieferten uns die Väter aus den Schriften der Apostel und dem Heiligen Evangelium viererlei zu feiern: die heilige Fußwaschung, das heilige Mahl, das heißt: die Überlieferung der furchterregenden Mysterien, das Gebet in Gethsemane und den Verrat des Herrn".

In vielen Kathedralen und Klöstern wird der Ritus der Fußwaschung vollzogen.

 

Hohe und Heilige Woche
Mainz, 21. April 2016

Am Abend des Herrntages der Palmen beginnt die Heilige und Hohe Woche des Leidens des Herrn. Die Kirche gibt den Gläubigen Gelegenheit, in täglichen Diensten das Evangelium von Tod und Auferstehung des Herrn sich zu eigen zu machen. An den ersten drei Tagen dieser Woche findet gemäß dem Typikon jeden Abend eine Liturgie der Vorgeweihten Gaben statt mit Lesungen aus Exodus und Hiob und einem Stück aus dem Passionsevangelium. In griechischen Parochien wird an diesen Tagen meist nur der Orthros gefeiert mit der Lesung des Morgenevangeliums. Diese Feier wird „Dienst des Bräutigams“ genannt nach dem Troparion, das mit den Worten beginnt: „Siehe, der Bräutigam kommt inmitten der Nacht“.

Metropolit Symeon entschlafen
Mainz, 17. April 2016

Am Abend des 16. April ist Metropolit Symeon (bulgarische orthodoxe Kirche) in Phoenix, Arizona im Alter von 90 Jahren entschlafen. Metropolit Symeon wurde 1973 zum Bischof geweiht, 1979 setzte man ihn als Vikarbischof für die Diözese von Westeuropa ein. Im Jahr 1986 wurde er leitender Bischof der Diözese und 1994 zum Metropoliten für West- und Zentraleuropa der bulgarischen orthodoxen Kirche mit Sitz in Berlin.

Im Juni 2013 wurde Metropolit Symeon auf seine Bitten von der Leitung der Diözese aufgrund einer Krankheit und seines fortgeschrittenen Alters entbunden. Ihm folgte sein damaliger Vikarbischof Anthony auf den Bischofssitz. Metropolit Symeon zog sich nach Phoenix, Arizona, zurück, wo er nun entschlief. Die Bestattung wird vermutlich im Kloster Rila, Bulgarien, stattfinden.

Panorthodoxe Kreuzverehrung in Limburg
Mainz, 04. April 2016

Wie in jedem Jahr konnte am 3. Sonntag der Fastenzeit, dem Sonntag der Kreuzverehrung, die große Kreuzreliquie im Dom zu Limburg an der Lahn verehrt werden. Zu diesem Anlass wurde ein eigens eingerichteter Gottesdienst gefeiert. Etwa 10 Priester und Diakone aus den verschiedenen Landeskirchen nahmen an der Verehrung teil. Den Gesang übernahmen der russische Männerchor der Nikolausgemeinde Frankfurt (ROKA), der rumänische Chor der Nikolausgemeinde Offenbach und der deutschsprachige Chor des hl. Lubentius aus der Christophorusgemeinde Mainz. Etwa 900 Gläubige kamen aus weiten Teilen Deutschland zu diesem Anlass nach Limburg.

 

Dokumentation über das Kloster Walaam
Mainz, 27. März 2016

Das ZDF hat eine Dokumentation über das russische Walaam-Kloster gedreht, die derzeit in der Mediathek angeschaut werden kann.

 

Gebeine des Erzbischofs Dimitrij von Dallas unverwest aufgefunden
Mainz, 05. März 2016

Im Sommer 2011 starb Erzbischof Dimitrij von Dallas (USA). Wie pravoslavie.ru berichtet, wurden am vergangenen Freitag seine Gebeine für die Überführung in die Kathedrale des hl. Seraphim vorbereitet. Als sein Sarg auf dem Friedhof geöffnet wurde, fand man seinen Körper unverwest vor. Viereinhalb Jahre lagen die Gebeine in der Erde des Friedhofs und Erzbischof Dimitrij sieht aus wie am Tag des Begräbnisses.
Am 5. März 2016 wird Metroplit Tichon eine Göttliche Liturgie in der Kathedrale des hl. Seraphim feiern, im Anschluss wird es ein Totengedenken geben und die Gebeine des Erzbischofs werden ihre letzte Ruhe in der vorbereiteten Krypta finden.
Die Vorbereitungen für eine Verherrlichung des Erzbischofs werden vermutlich bald beginnen.  

Vorbereitung auf panorthodoxes Konzil III
Mainz, 27. Januar 2016

Vom 21. bis zum 28. Januar 2016 tagten Patriarchen und Ersthierarchen der orthodoxen Landeskirchen, um das große Konzil vorzubereiten, dass an Pfingsten 2016 beginnen soll und voraussichtlich zwei Wochen dauern wird.

Als Vertreter der einzelnen Kirchen waren zugegen der Ökumenische Patriarch Bartholomaios aus Konstantinopel, Patriarch Theodor aus Alexandrien, Patriarch Theophil aus Jerusalem, Patriarch Kyrill aus Russland, Patriarch Irinej aus Serbien, Patriarch Daniel aus Rumänien, Patriarch Neophyt aus Bulgarien, Patriarch Ilia aus Georgien, Erzbischof Chrysostomos aus Zypern, Erzbischof Anastasios aus Albanien und Erzbischof Rastislav aus Tschechien und der Slowakei. Nicht teilnehmen konnten Patriarch Johannes aus Antiochien, Metropolit Sava aus Polen und Erzbischof Jeremia aus Griechenland, die jedoch durch Delegationen vertreten waren.
Schon recht früh wurde eine Liste mit 10 Verhandlungspunkten (siehe unten) für das große Konzil aufgesetzt und veröffentlicht. Darunter befand sich auch die Frage nach einem einheitlichen Kalender. Laut Angaben des russischen Patriarchats wurde dieser Verhandlungspunkt jedoch wieder von der Tagesordnung gestrichen, da keine Einigkeit erzielt werden konnte und sich nicht alle Landeskirchen dem Neuen Kalender anschließen wollen. Die Kalenderfrage soll – wie bisher auch – eine Angelegenheit der Landeskirchen bleiben.

Auch die kirchliche Lage in der Ukraine wird voraussichtlich nicht Thema des Konzils sein. Die Frage nach einer Autokephalie der Ukrainischen Kirche unter dem Moskauer Patriarchat und auch die Frage nach einer Legalisierung oder einer Ablehnung des derzeitigen Schismas in der Ukraine seien für das Konzil nicht relevant.

Die von den Hierarchen erarbeiteten Dokumente zur Vorbereitung des Konzils sollen der Öffentlichkeit baldmöglichst zugänglich gemacht werden, damit die Gläubigen und alle Interessierten sich mit den Themen auseinandersetzen können.

Abschließend äußerten sich die Oberhäupter zuversichtlich zum großen Konzil. Es sei ein Zeichen der Einheit der Orthodoxen Kirche und ein Statement des Orthodoxen Glaubens in der modernen Welt.

Vorbereitungen auf panorthodoxes Konzil II
Mainz, 24. Januar 2016

Bis zum 27. Januar werden die Oberhäupter der Orthodoxen Kirchen in Chambésy tagen, um das große Konzil vorzubereiten, das Pfingsten beginnen soll und voraussichtlich zwei Wochen dauern wird.

Nun ist die Liste mit Themen veröffentlicht worden, die auf dem Konzil besprochen werden sollen:

1. Die orthodoxe Diaspora
2. Die Autokephalie und die Art und Weise, in der sie verkündet werden soll
3. Die Autonomie und die Art und Weise, in der sie verkündet werden soll;
4. Diptychen
5. Gemeinsamer Kalender
6. Ehehindernisse
7. Anpassung der Fastenordnung
8. Beziehungen der orthodoxen Kirchen mit der weiteren christlichen Welt
9. Orthodoxie und die ökumenische Bewegung
10. Beiträge der lokalen orthodoxen Kirchen zur Förderung der christlichen Ideale von Frieden, Freiheit, Brüderlichkeit und Liebe unter den Völkern, und die Beseitigung der Rassendiskriminierung.

Auf den vorbereitenden Treffen konnte bisher nicht in allen Punkten Übereinstimmung erreicht werden. Strittig sind Themen wie Autokephalie, Ehehindernisse oder auch ein gemeinsamer Kalender. Patriarch Bartholomaios sprach in diesem Zusammenhang über die Wichtigkeit eines gemeinsamen Konsenses und die Einstimmigkeit aller.

Vorbereitungen auf panorthodoxes Konzil I
Mainz, 17. Januar 2016

In den letzten Tagen wurden große Schritte hin auf das panorthodoxe Konzil gemacht. Eine vorbereitende Arbeitssitzung wird vom 21. bis zum 28. stattfinden. Das eigentliche Konzil aller vierzehn autokephalen orthodoxen Kirchen soll Pfingsten beginnen.

Im Vorfeld konnte der emeretierte Metropolit von Pergamon, Ioannis Zizioulas, die kanonischen Verhältnisse im Erzbistum von Tschechien und der Slowakei ordnen und mit dem Ökumenischen Patriarchat in Einklang bringen. Auch innerkirchliche Streitigkeiten konnten beigelegt werden.

Derzeit wird an einer Ordnung für das Konzil gearbeitet, die jedoch noch nicht abgeschlossen bzw. öffentlich gemacht wurde.

Neuerscheinung: Paissios der Agiorit: Worte, Bd.4: Familienleben.
Mainz, 09. Novmeber 2014

Gerontas Paissios der Agiorit, Worte, Band 4, FAMILIENLEBEN. Hrsg. vom Kloster des Hl. Evangelisten Johannes des Theologen,  Souroti.

Der vierte Band in der Reihe "Worte" des Gerontas ist dem Leben der christlichen Familie gewidmet. Er umfaßt sechs Teile: 1. Voraussetzungen für die Stabilität der Familie, 2. Die Eltern und ihre Pflichten, 3. Die Kinder und ihre Pflichten, 4. Geistiges Leben (Das geistige Leben der Familie, Arbeit und Geistiges Leben, Enthaltsamkeit im täglichen Leben), 5. Die Prüfungen in unserem Leben, und 6. Der Tod und das künftige Leben. Mit Verzeichnis der Schriftzitate und Stichwortregister. Fünf Photographien.  311 Seiten, genäht, kartoniert.                     
Preis: 17 Euro (zuzügl. Versand)

Im Prodromos-Verlag sind die ersten vier Bände erhältlich.
Zu beziehen durch: Prodromos Verlag, Mauerstr. 7, D-14641 Nauen, www.prodromos-verlag.de

 

 


Buchempfehlungen

 

DER PROLOG VON OCHRID

Hl. Nikolaj Velimirović: Heiligenleben, Lobeshymnen, Fragen zum Nachdenken, Betrachtungen und Homilien für jeden Tag des Jahres.

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VERGESST GOTT NICHT: LEBEN UND WERK DES HL. ALEXANDER VON MÜNCHEN.

Alexander Schmorell – der wohl einzige uns bekannte Märtyrer und Heilige unseres Landes im 20. Jahrhundert – war gleichfalls auch ein Neumärtyrer und Bekenner Russlands.


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ALTVATER PAISIOS: WORTE. BD. 2 GEISTIGE ERWECKUNG

Im vorliegenden 2. Band werden Themen behandelt, die die heutige Wirklichkeit betreffen, uns zur ständigen Wachsamkeit und Bereitschaft rufen und uns vorbereiten auf schwierige Situationen, denen wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach zu stellen haben werden. Denn schon haben wir die Anfänge dessen gesehen, was uns der Altvater oft voraussagte: "Stürme, Stürme werden wir erleben.


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HL. THEOPHAN DER KLAUSNER: GEDANKEN FÜR JEDEN TAG DES JAHRES

Dieses Buch enthält knappe, präzise Texte zu den Lesungen aus der Heiligen Schrift nach der liturgischen Ordnung der Orthodoxen Kirche. Außerdem nimmt der Verfasser Bezug auf die verschiedenen geistigen Strömungen der modernen Zeit, wobei sich seine Worte als prophetisch erwiesen und auch heute von großer Aktualität sind.